Virtuelle Environments
Virtuelle Environments basieren auf neuesten technologischen Möglichkeiten der Echt-Zeit-Verknüpfung von physischen Räumen und virtuellen "Datenarchitekturen" auf der Grundlage von Kamera und Computer gestützten "Motion-Sensing-Systemen". Diese wurden u.a. federführend durch die TMA mit unterschiedlichen Kooperationspartnern im Rahmen interdisziplinärer Workshops und Projekte besonders nach der Seite ihrer künstlerischen Nutzung (Elektronische Bühnen, Environments im öffentlichen Raum usw.) erprobt, weiterentwickelt und international erfolgreich präsentiert. Einen besonderen Stellenwert kommt dabei der seit 1999 bestehenden Kooperation mit der Palindrome Intermedia Company (D/USA/GB) und der Anwendung und Entwicklung des Camera-Motion-Sensing-Systems EyeCon des Informatikers und Medienkünstlers Frieder Weiß (Nürnberg) zu.
Die Trans-Media-Akademie Hellerau e.V. steht für innovative Verknüpfungen zwischen Kunst, Medientechnologie und Bildung. Der 2001 gegründete Verein veranstaltet seit 2002 jährlich das einzige ostdeutsche Internationale Festival für Computer gestützte Kunst CYNETart in Dresden. 2002/03 wurde in diesem Rahmen mit Unterstützung der Europäischen Union das bislang umfänglichste künstlerische Weiterbildungsprojekt zu virtuellen Environments mit dem Titel "Realtime & Presence - Komposition virtueller Bild-Klang-Räume" mit 40 Künstlern, Wissenschaftlern und Programmierern aus 10 Ländern federführend von der TMA in Dresden, Linz und Rotterdam umgesetzt. Im Trans-Media-Labor werden seit 2004 neue Anwendungen im Bereich virtuelle Environments in Zusammenarbeit mit Instituten und Künstlern aus Europa, Australien, den USA und Japan entwickelt. Einen Schwerpunkt bildet dabei das Projekt "Virtuelle Plätze der Weltkultur" - ein internationales Netzwerk öffentlich begehbarer interaktiver Räume.
Die audiovisuelle Echt-Zeit-Vernetzung der virtuellen Environments basiert auf einer eigenen OSC-Sofwareanwendung, dem Camera-Motion-Sensing-System EyeCon sowie Software für audio-visual-processing (Max/MSP, PD, n.a.t.o. usw.) und eigens entwickelter Software zur Steuerung von Projektionen wie "Kalypso" (F. Weiß).
Einen weiteren Arbeitsschwerpunkt im Bereich Weiterbildung sind die seit 2000 jährlich stattfindenden Hellerauer Sommerkurse für Kunst und Medientechnologie sowie Experimente und Produktionen im Bereich interaktive Bühne sowie in den Bereichen Verknüpfung von audio-visuellen Prozessen, neuronale Klangsteuerung und Steuerung von Robotern. Arbeitsergebnisse wurden zu Festivals u.a. in Frankreich, Großbritannien, Österreich, China, Polen, Tschechien, Bulgarien und Russland präsentiert.
Die Trans-Media-Akademie Hellerau und deren Partner im Dresdner Innovationsfonds für Kunst und Medientechnologie (DIF) betreiben seit 2005 im Zentrum Dresdens (Nähe Kreuzkirche) einen Interaktiven Pavillon der seit 2006 mit Städten wie St. Petersburg, Coventry und Zgorzelec temporär vernetzt ist. Des Weiteren betreibt der Verein im Rahmen des DIF seit dem 1. Januar 2007 ein Qualifizierungszentrum für virtuelle Environments mit angeschlossenem Medienlabor in den Deutschen Werkstätten Hellerau.
